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Urologie des Mannes - Prostataleiden
 
Die Prostata sitzt unter der Blase und wird von der Harnröhre (prostatische Harnröhre) durchzogen. Nach hinten liegt der Prostata direkt der Mastdarm an, weswegen die Prostata bei der urologischen Untersuchung durch den After gut tastbar ist. Das Organ ist beim jungen Mann etwa walnussgroß. Die Funktion der Prostata liegt primär im Bereich der männlichen Fortpflanzung, da sie Drüsenflüssigkeit produziert, die mit den Spermien herausgeschleudert wird und dadurch überhaupt erst eine Befruchtung ermöglicht.
 
Prostatavergrößerung
Die Prostata wächst unter dem Einfluss des männlichen Hormons lebenslang weiter und kann dadurch auch Probleme bei der Blasenentleerung hervorrufen. Man spricht von der gutartigen Prostatavergrößerung, die nur dann einer Behandlung bedarf, wenn sie Symptome verursacht. Die Therapie findet primär meist medikamentös statt, auch eine chirurgische Verkleinerung (vor allem bei Versagen der medikamentösen Therapie) ist möglich.
 
Prostatitis
Eine Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata, die akut durch Bakterien hervorgerufen wird, oft große Beschwerden beim Wasserlassen hervorruft, schmerzhaft ist und meist Fieber hervorruft. Die Therapie erfolgt in der Regel mit einem Antibiotikum. Schwierig ist die Behandlung, wenn die Prostatitis chronisch wird.
 
Prostatakrebs
Die bösartige Geschwulst der Prostata stellt die häufigste Todesursache des älteren Mannes in Deutschland dar. Bei rechtzeitiger Diagnose (Früherkennung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung!) ist eine Heilung möglich. Zur Diagnostik gehören die Abtastung der Prostata, der sogenannte PSA-Wert, der im Blut bestimmt wird, die Ultraschalluntersuchung, evtl. die Gewebsentnahme und evtl. Röntgen- und Skelettuntersuchungen. Die Behandlung erfolgt chirurgisch, mittels Bestrahlung oder medikamentös. Bei sehr alten Männern ist auch ein abwartendes Verhalten gerechtfertigt, da der Prostatakrebs um so harmloser ist, je älter der Erkrankte ist.
 
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