

FAQ
Folgende Fragen werden uns häufig gestellt:
1Ist der Urologe ein Männerarzt und damit dem Gynäkologen vergleichbar?
Immer wieder wundern sich männliche Patienten in der Praxis über den hohen Frauenanteil im Wartezimmer. Der Urologe ist im besten Sinne ein Männerarzt und für diese tatsächlich mit dem Gynäkologen für die Frau vergleichbar. Doch da der gesamte Harnwegsapparat in den Bereich der Urologie fällt, sind Frauen bei Erkrankungen in diesem Bereich ebenfalls beim Urologen richtig aufgehoben. Einige Erkrankungen, wie Harnwegsinfekte oder Inkontinenz, sind bei der Frau sogar häufiger als beim Mann.
2Was ist beim Besuch des Urologen zu beachten?
Der Patient sollte möglichst mit gefüllter Blase erscheinen, damit nötigenfalls eine Urinabgabe möglich ist. Außerdem sollten im Vorfeld eingenommene Medikamente angegeben werden können. Falls vorhanden, bringen Sie bitte Vorbefunde wie Röntgenbilder, Krankenhausentlassungsbriefe u.ä. mit.
3Mit welcher Wartezeit muß ich rechnen?
Wir bemühen uns um möglichst genaue Einhaltung Ihres Termins. In aller Regel wartet der Patient bis zum Arztkontakt in unserer Praxis nicht länger als etwa 15 Minuten.
Notfälle, die natürlich sofort behandelt werden, oder unvorherzusehende Zeitverzögerungen können allerdings im Einzelfall auch zu längerer Wartezeit führen. Wir bitten in solchem Falle um Ihr Verständnis und empfehlen, die Zeit im Wartezimmer mit unserem umfangreichen Literaturangebot sinnvoll zu überbrücken.
4Welche Operationen führt Dr. Juhnke ambulant durch?
Vornehmlich operiere ich in der Praxis-Klinik Schlosstraße (zur Internetseite der Klinik). Viele urologische Eingriffe lassen sich heute, auch ohne Krankenhausaufenthalt sicher und - für den Patienten angenehmer - ambulant durchführen. Dazu gehören in meiner Praxis z.B. Beschneidungen, Sterilisation des Mannes, kleinere Leistenbrüche, Operationen am Hoden (Hydrozele, Spermatozele, Hodenentfernung), Leistenhodenoperation, Penisbegradigung nach Nesbit und andere.
5Wann sollte man zur Vorsorgeuntersuchung?
Die Vorsorgeuntersuchung des Mannes sollte ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich durchgeführt werden. Sie dient dem frühzeitigen Erkennen einer bösartigen Erkrankung von Prostata oder Darm.
Die gesetzliche Krankenversicherung beschränkt sich hierbei auf die Tastuntersuchung der Prostata mit dem Finger vom Enddarm her und - je nach Alter einmal im Jahr oder alle zwei Jahre - auf den sogenannten Hämoccult-Test zur Darmkrebsvorsorge. Hierbei kann mithilfe von Testbriefchen für Stuhlproben nicht sichtbares Blut im Stuhl festgestellt werden.
Alternativ kann sich der Patient auch für eine Darmspiegelung entscheiden, die vom Internisten einmal alle 10 jahre durchgeführt wird.
Die Bestimmungen sind recht kompliziert geworden. Die meisten Urologen bezweifeln, ob die Maßnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen im Rahmen der Vorsorge noch ausreichend sind.
Sprechen Sie uns wegen der Einzelheiten an, wir beraten Sie gerne.
6Was sind IGEL-Leistungen?
Igel steht für individuelle Gesundheitsleistung und betrifft die ärztlichen Leistungsangebote außerhalb der Krankenversicherung. Diese sind nach der allgemeinen ärztlichen Gebührenordnung zu vergüten und vom Patienten selber zu bezahlen. Neben zahlreichen Maßnahmen zur Vorsorge (z.B. der PSA-Test) und Früherkennung zählen dazu auch alternative oder kosmetische Therapien.
Laden Sie sich gerne unser Informationsblatt zu IGEL herunter.
7Wann ist eine Blasenspiegelung notwendig?
Eine Blasenspiegelung (Cystoskopie) muss z.B. bei Verdacht auf das Vorliegen eines Harnblasenkrebses, aber auch im Rahmen der Inkontinenzdiagnostik oder der Blasenentleerungsstörung durchgeführt werden.
Bei der Frau ist dies eine ganz einfache und schmerzlose Untersuchung. Auch beim Mann ist dies nach entsprechender Vorbereitung (Anästhesie der Harnröhre), leicht und schonend durchführbar. Meist ist die Angst vor dieser Untersuchung schlimmer als die Untersuchung selber. Viele Patienten fragen sich hinterher, warum Sie zuvor solch eine Angst vor dieser Untersuchung hatten.
8Wie wird eine Blasenspiegelung durchgeführt?
Bei der Blasenspiegelung (Zystoskopie) wird ein starres oder flexibles Zystoskop durch die Harnröhre in die Harnblase eingeführt. Ein Zystoskop beinhaltet eine Lichtquelle, eine Optik und einen Kanal, über den die Blase mit Flüssigkeit gefüllt werden kann, um sie besser beurteilen zu können. Damit die Spiegelung schmerzfrei durchgeführt werden kann, wird vorher die Harnröhre mit einem Gleitmittel, welches ein schmerzstillendes Mittel enthält (Lokalanästhetikum), gefüllt.
9Welchen Sinn hat die Urinuntersuchung?
Die Untersuchung des Urins gehört zur Basisidiagnostik in der Urologie. Der Urin sollte möglichst steril in der Praxis abgegeben werden. Vor allem bei der Frau ist hier oft die völlig schmerzlose Abnahme mittels Katheter notwendig. Durch die Untersuchung des Urins in unserem eigenen Labor lassen sich u. a. Nierenerkrankungen erkennen, Infekte nachweisen und Behandlungsmöglichkeiten erkennen.
10Was ist eine Urodynamik?
Die Urodynamik ist ein Meßverfahren, das mit Hilfe eines Blasenkatheters nach Füllung der Blase kontinuierlich den Druck in der Blase und in der Harnröhre sowohl in Ruhe als auch unter Belastung (Husten, Pressen) ableitet. Die so erhaltenen Druckkurven werden über ein Computersystem ausgewertet und vom Arzt interpretiert.
Eine urodynamische Messung wird durchgeführt um verschiedene Formen der Blasenentleerungsstörung unterscheiden und einteilen zu können. Vor Behandlung einer Inkontinenz und manch anderer Störung der Miktion ist eine Urodynamische Untersuchung des Patienten notwendig.
Eine Urodynamik kann bei uns in der Praxis sicher und schmerzfrei durchgeführt werden. Meist wird zum gleichen Termin auch eine Blasenspiegelung vorgenommen.
11Lässt sich das Internet sinnvoll zur Gesundheitsrecherche nutzen?
Prinzipiell findet man im world-wide-web Informationen zu jedem Thema. Gerade im medizinischen Bereich ist die Fülle der Angebote riesig und unübersichtlich. Sehr wichtig wird hier eine Qualitätssicherung, deren praktische Umsetzung jedoch noch sehr mangelhaft ist.
Trotzdem lohnt es sich, für bestimmte Fragestellungen im Netz zu surfen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten jedoch immer mit dem Arzt des eigenen Vertrauens diskutiert werden. Der gute Arzt weiß aufgeklärte Patienten zu schätzen, und der aufgeklärte Patient kann viel leichter ein Arbeitsbündnis mit seinem Arzt eingehen. In unserer Linkliste finden Sie einige ausgesuchte Adressen im Netz, die Ihnen - bei aller gebotenen Vorsicht - gute Dienste bei der eigenen Recherche leisten können.